Cushing Syndrom
Sekundärerscheinungen
Durch die erhöhte Ausschüttung der Hormone aus der Hypophyse wie dem adrenocorticotropen Hormon (ACTH) und weiteren Hormonen (z.B. Prolaktin) kommt es zu zahlreichen Stoffwechselentgleisungen mit einer Vielzahl von Sekundärerscheinungen, die individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Das Kardinalsymptom sind Fellwechselstörungen mit zu langem, lockigen Haar durch das Ausbleiben des Fellwechsels. Bei Pferden, die zu Hufrehe neigen, ist diese zumeist das erste sichtbare Symptom. Das Glukosegleichgewicht ist gestört mit einigen Konsequenzen für den Stoffwechsel. Es ergibt sich eine Verringerung der Insulinsensitivität im Gewebe und damit in vielen Fällen eine Insulinresistenz der Zellen.
Der Aminosäureabbau im Muskel ist erhöht, es kommt zu Degeneration des Knochen-/Knorpelgewebes (Osteoposose) und des Bindegewebes. Durch die katabole (abbauende) Stoffwechsellage werden Leber und Niere vermehrt belastet. Es kommt zur Immunsuppression, zur Dysfunktion der Schilddrüse und zu hormonellen Imbalancen. Es kann sowohl zur Anhidrose(= fehlende Schweißsekretion) wie auch zur Hyperhidrose (= übermäßige Schweißproduktion) kommen.

- Hufrehe