Teufelskralle

- Die therapeutisch wirksamen Stoffe befinden sich in den Wurzeln dieser Trockenpflanze, die nur in den Wüstengebieten des südlichen Afrika vorkommt.
Die Teufelskralle
Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens DC ex Meissn.) erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit und wird bereits vielfach bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und bei entzündlich-degenerativen Gelenkerkrankungen eingesetzt.
Über die Pflanze, ihre Herkunft, aber auch die Verarbeitung und die damit in Zusammenhang stehenden Qualitätskriterien ist hingegen wenig bekannt. Dabei ist sie eine ganz bemerkenswerte Heilpflanze, die nur in den ariden Gebieten im südlichen Afrika (Namibia, Botswana, Südafrika) zu finden ist.
Die Frucht mit den Samen war namensgebend für die Teufelskralle, die im deutschen auch Trampelklette, im englischen Devil´s Claw, in africaans duiwelsklou und in der Sprache der Buschleute !ao!ao genannt wird. Mit ihren scharfen Widerhaken (harpago = lat. Enterhaken) verfängt sie sich im Fell der Tiere und verbreitet so ihre Samen. Sie ist eine Pionierpflanze der ariden und semiariden Gebiete im südlichen Afrika wie der Kalahari und liebt der Sonne besonders exponierte Standorte. Obwohl sie der Hitze der Savannen- und Wüstengebiete permanent ausgesetzt ist, benötigt sie nur ganz wenig Wasser. Bei Kultivierungsversuchen zeigte sich, dass ihr eine Bewässerung sogar schaden kann.