Geschichte

Die Artischocke ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Es wird angenommen, dass der Name wahrscheinlich auf das arabische Wort "alharsuf" zurückgeht, was soviel bedeutet wie distelartige Pflanze. Eine Wildform ist nicht bekannt. Die Artischocke kam wahrscheinlich über Äthiopien nach Ägypten und wurde von dort nach Südeuropa eingeführt. In altägyptischen Darstellungen findet man die Artischocke an Opfertischen und Fruchtschalen.

Die Griechen und Römer setzten die Artischocke bereits bei Verdauungsbeschwerden und bei Lebererkrankungen ein. Als Gemüse war sie eine Delikatesse, wegen ihrer Bekömmlichkeit hochgeschätzt und nur für die reichen Römer erschwinglich. Wahrscheinlich kam die Artischocke dann durch die Araber nach Spanien und von dort über Frankreich bis nach England. Sie war im 16. Jh. ein seltenes Gemüse und nur den Königen und Reichen vorbehalten. Erst im 18. Jh. gelang sie in die Vereinigten Staaten und seit Mitte des 20. Jh. interessiert sich die Wissenschaft für diese Heilpflanze.

Die Artischocke wächst heute fast überall auf der Welt in klimatisch milden Regionen insbesondere in Italien, Frankreich, Spanien, Rumänien, Griechenland und in den USA in Florida und Kalifornien. Dadurch kann die Artischocke als Gemüse auf dem deutschen Markt fast ganzjährig angeboten werden. Es gibt mehrere Sorten in den Farben hellgrün, grün und violett. In Deutschland sind vor allem die grünen Artischocken gefragt.