Artischocke
Indikationen für eine Verabreichung
Bis vor wenigen Jahren galt nach Meinung der Kommission E des früheren Bundesgesundheitsamtes die Wirksamkeit eines Artischockenextraktes ausschließlich bei der Behandlung von Dyspepsien und Störungen des Gallen-Leber-Systems als gesichert.
Mit heutigem Wissensstand über die Vielfalt der Einzelwirkungen der in der Artischocke enthaltenen Komponenten hat sich die Liste der Indikationen weiter verlängert:
- Verbesserung des Galleflusses (gallebildend und gallesekretionsfördernd)
- cholesterin- und triglyceridsenkend
- Leberentgiftung
- harntreibend bei Harnsystemunterfunktionen
- Verdauungsbeschwerden
- magenstärkend
- als Tonikum in der Rekonvaleszenz nach Krankheiten
- adstringierend
- blutzuckersenkend
- Arterioskleroseprophylaxe
In den mittelalterlichen Büchern sind noch weitere "wissenschaftlich jedoch nicht eindeutig gesicherte" Wirkungen nachzulesen:
- Anregung der Diurese
- antirheumatisch (Ausschwemmung harnsaurer Salze verbessert)
- Antidiabetikum
- Tonikum
- Fiebermittel
Leonhard Fuchs, der Herausgeber eines der bekanntesten mittelalterlichen Kräuterbücher beschreibt die Artischocke in seinem "New Kreuterbuch" Basel, 1543 bereits sehr exakt und weist neben der entgiftenden Wirkung der Artischockenblätter auch auf eine aphrodisierende Wirkung der Artischockenwurzeln hin.
Letztendlich ist die Gesamtwirkung einer Heilpflanze nicht nur die Summe seiner Einzelwirkungen sondern durch das Zusammenspiel aller Einzelwirkstoffe in einer Pflanze werden ebenso Kombinationseffekte bzw. Synergismen erzeugt, die erst dann die vollständige Heilwirkung im Organismus erzeugen. Daraus ergibt sich ein Vorteil der vollständigen Pflanzendroge gegenüber Pflanzenextrakten, bei denen gezielt nur einzelne Inhaltsstoffe extrahiert werden, die dann zu teilweisem Wirkverlust führen.
In der Anwendung bei Tieren hat sich unser Phyto- und Nährstoffpräparat heparal® mit u.a. hohen Gehalten an Cynara scolymus L. zur Ergänzung bei Lebererkrankungen bestens bewährt.