Qualitätsmerkmale der Perna canaliculus

Man unterscheidet zwischen Muschelpulver und Muschelextrakt. Beim Muschelpulver wird das gesamte Muschelfleisch verarbeitet, beim Muschelextrakt nur die "aktiven" Bestandteile.
In Neuseeland wird schon seit langer Zeit die Grünlippmuschel angebaut. Sie ist fangfrisch zum direkten Verzehr bestimmt und wird in großen Mengen in Form von Muschelpulver in der lebensmittelverarbeitenden Industrie (z.B. als Bindemittel) eingesetzt. Die Ernte erfolgt mit der "Fleischreife", d.h. mit maximaler Mengenausbeute. Nach der Ernte werden die Muschelschalen mit heißem Wasserdampf aufgeknackt, die Weichteile werden herausgelöst und tiefgefroren. Nach Bedarf werden später die gesamten Muschelweichteile des Gefrierfleisches gefriergetrocknet.
Ganz anders bei der Gewinnung von Muschelextrakt. Hier wird die Muschel zu Beginn der Geschlechtsreife geerntet, also noch vor der Fleischreife, da hier die Aktivitäten der wirksamen Bestandteile am größten sind. Es werden immer nur kleine Mengen geerntet, um die lebensfrischen Muscheln zum Schutz vor einem Aktivitätsverlust, der schon nach wenigen Stunden einsetzt, umgehend verarbeiten zu können. Die Grünlippmuschel wird zerbrochen und zentrifugiert. Dabei bleiben nur ca. 5% des gesamten Muschelgewichtes als diejenige Fraktion der Muschelweichteile zurück, die die gesamte biologische Aktivität enthalten. Dieser Extrakt wird langsam eingefroren und sofort gefriergetrocknet vermahlen. Nur so entsteht ein Muschelextrakt der 1a-Qualität mit höchstmöglicher biologischer Aktivität.