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Wenn die Bewegung schmerzt

Selen

Arthrose und Arthritis beim Pferd richtig unterstützen

Der Aufbau der Gelenkstrukturen

Gelenke verbinden Knochen auf eine bewegliche Art und Weise miteinander. Um zu vermeiden, dass die Knochenenden aufeinander reiben, ist ihnen jeweils eine dünne Schicht Knorpel aufgelagert. Dieser Knorpel besteht aus einer Knorpelmatrix (auch Extrazellularmatrix) mit den darin eingebetteten Knorpelzellen und Kollagenfasern. Die Knorpelzellen bilden die Bestandteile der Knorpelmatrix wie Glykosaminoglykane, Chondroitinsulfat, Hyaluronsäure und Kollagene.


Im Gelenkspalt, also dem Bereich zwischen den beiden Knorpelflächen, befindet sich die Gelenkflüssigkeit (Synovia). Ihre gelartige Konsistenz wirkt nicht nur wie ein Stoßdämpfer und sorgt für eine reibungslose Beweglichkeit des Gelenks, sie versorgt den Knorpel auch mit Nährstoffen. Dieser ist nicht an den Blutkreislauf angeschlossen und wird durch einen ?Pumpmechanismus? ernährt, welcher durch die Bewegung des Gelenks entsteht.


Neben der stoßdämpfenden Wirkung des Gelenkknorpels und der Gelenksflüssigkeit, spielt auch eine gut ausgebildete Muskulatur eine maßgebliche Rolle für die Beweglichkeit und Stoßdämpfung.

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Arthrose oder Arthritis?

Unter einer Arthrose versteht man eine degenerative Gelenkserkrankung (Gelenksabnutzung), die über den natürlichen Verschleißprozess hinausgeht und chronisch-progressiv (fortschreitend) verläuft.

Im Kontrast zur Arthrose bezeichnet die Arthritis eine septische oder aseptische Entzündung des Gelenks, die meist mit typischen Entzündungssymptomen wie Erwärmung und Schwellung einhergeht.

Gelenks, die meist mit typischen Entzündungssymptomen wie Erwärmung und Schwellung einhergeht.

Sowohl die Arthrose als auch die Arthritis können zu deutlichem Schmerzempfinden führen und die Belastbarkeit des Pferdes deutlich einschränken.

Ursachen für eine Arthritis beim Pferd

Bei der Arthritis unterscheidet man zwei Formen. Die septische- und die aseptische Arthritis. In ersterem Fall wird die Entzündung des Gelenks durch Keime, meist Bakterien, verursacht. Ursache kann entweder eine Wunde im Bereich des Gelenks sein oder eine benachbarte bzw. systemische Infektion mit Einwanderung des Erregers in die Gelenkstruktur.

Als Ursache einer aseptischen Arthritis kommen diverse Traumata, etwa durch Prellung, Quetschung, Fehltritt oder Stürze in Frage. Auch eine falsche Belastung der Gelenke bzw. deren Fehlstellung können eine Schädigung des Gelenkknorpels und der Synovialmembran zur Folge haben. Auf eine Gewebeschädigung reagiert der Körper mit einer Entzündung, welche zu einer Veränderung der Gelenksflüssigkeit in Menge und Zusammensetzung führen kann (Gelenkerguss). Zudem werden im Zuge einer Entzündung spezifische Enzyme gebildet, die den Knorpel angreifen und schädigen können.

Die Folgen einer Arthritis beim Pferd

Eine akute Arthritis ist ein dringend behandlungsbedürftiger Zustand, um die Schäden am Gelenk möglichst klein zu halten. Aus einer akuten Arthritis kann sich bei nicht adäquater Therapie eine chronische Arthritis entwickeln. Durch den andauernden Entzündungsprozess können knochen- und knorpelartige Zubildungen im Gelenk entstehen, die das Gelenk in seiner Funktion stark beeinträchtigen. Hier spricht man von einer chronisch-degenerativen Arthritis. Ein Teufelskreis entsteht, wenn diese Zubildungen das Gelenk so weit reizen, dass die Entzündung unterhalten wird. Kommt im Verlauf die Entzündung zur Ruhe, bleiben die degenerativen Veränderungen jedoch bestehen. Eine Arthrose ist entstanden.

Welche Symptome zeigt ein Pferd mit Arthritis?

Eine akute, traumatisch bedingte Arthritis führt in der Regel zu starken Schmerzen, die zu plötzlicher, ausgeprägter Lahmheit führen. Das Gelenk schwillt an und erwärmt sich. Diese ödematöse Schwellung kann sich im Weiteren auch in umliegende Bereiche ausbreiten. Eine septische Arthritis beginnt zumeist schleichender, mit zunächst moderater Lahmheit und Schwellung, die sich im Verlauf steigert. Neben starken Schmerzen kann auch Fieber auftreten.

Das sind die Behandlungsmöglichkeiten bei einer Arthritis

Ein Ruhigstellen des Pferdes und ein Kühlen des betroffenen Gelenks sind erste Maßnahmen, die ergriffen werden sollten. Im Weiteren bedarf eine Arthritis immer rascher tierärztlicher Abklärung, um die Schädigung des Knorpels möglichst gering zu halten. Neben der Behandlung beim Tierarzt können betroffene Pferde auch durch entsprechende Fütterungsmaßnahmen unterstützt werden. Ergänzungsfuttermittel mit Teufelskralle, Ginkgo, Ingwer, Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren, sowie gezielt kombinierte Vitamine und Mineralstoffe wie Zink und Vitamin E, sorgen für eine gute Durchblutung des Gelenks, modulieren Entzündungsprozesse positiv und unterstützen den Gelenkstoffwechsel nachhaltig doloral®. Da eine Arthritis zur Degeneration der Gelenksstrukturen führen kann, macht es durchaus Sinn, nach abklingen des Entzündungsprozesses aufbauende und regenerierende Wirkstoffkomplexe einzusetzen (s. Arthrose) arthral®. Dieses Vorgehen, bei welchem zunächst die Entzündung behandelt wird, bevor im Anschluss die Gelenkstrukturen unterstützt werden, bezeichnet man auch als first line/second line Strategie.

Ursachen für eine Arthrose beim Pferd

Die fortschreitende Zerstörung, des für die Funktion des Gelenks notwendigen Gelenkknorpels, führt mit der Zeit dazu, dass auch die darunter liegenden Knochenstrukturen angegriffen werden. Dysplastische Knochenneubildungen können die Folge sein, wodurch das Gelenk immer weiter in seiner Funktion beeinträchtigt wird und versteifen kann. Die Ursachen einer Arthrose können vielfältig sein. Nicht selten ist der Ursprung der arthrotischen Veränderungen idiopathisch, also unklar. Fortgeschrittenes Alter gilt als Hauptrisikofaktor für die Entwicklung einer Arthrose, vor allem dann, wenn dem ein Einsatz als (falsch) belastetes Sportpferd vorausging oder eine genetische Veranlagung besteht. Verletzungen und Traumata der Gelenke bzw. deren unbehandelte Fehlstellung, eine vorangegangene Entzündung (Arthritis) oder eine Stoffwechselstörung können ebenfalls Degenerationsprozesse in den Gelenken auslösen. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, falscher Beschlag bzw. falsche Hufbearbeitung und Fütterungsfehler. Manchmal liegt der Grundstein einer späteren Arthrose schon bei einer Fehlversorgung der tragenden Stute oder des Fohlens bzw. Jungpferdes und dessen zu früher Belastung. Oft treffen mehrere dieser Risikofaktoren zusammen. Eine schlechte Grundmineralisierung trifft bspw. auf die ungünstige genetische Veranlagung eines ehemaligen Sportpferdes. Und schon entsteht eine Arthrose. Eine Arthrose kann übrigens in so gut wie jedem Gelenk des Pferdes auftreten. Fessel-, Huf- und Karpalgelenk sind aber besonders häufig betroffen.

Welche Symptome zeigt ein Pferd mit Arthrose?

Eine Arthrose beginnt meist schleichend und zeigt sich zunächst nur subtil.

Eines der typischsten Arthrose-Symptome ist das „Einlaufen“. Betroffenen Pferden fällt zu Beginn der Arbeit die Bewegung schwer. Dies zeigt sich in steifen, unfreien Bewegungen, Bewegungsunlust bis zur Lahmheit. Ist das Pferd „Warmgelaufen“, gehen die Symptome, je nach Ausprägungsgrad, mehr oder weniger zurück. Steife Gelenke und Probleme in engen Wendungen, sowie Stolpern und uncharakteristische Bewegungsabläufe bleiben darüber hinaus oft bestehen. Morphologische Auffälligkeiten wie kleine, rundlich geformte, bis schwammige Verdickungen an den Gelenken treten ebenfalls auf. Die Symptome nehmen mit fortschreitender Schädigung des Gelenks in der Regel zu. Eine Arthrose zeigt im Winter oft ausgeprägtere Symptome als in der wärmeren Jahreszeit. Kälte führt auf der einen Seite vermehrt zu Muskelverspannungen, die wiederum die Gelenke negativ beeinflussen, auf der anderen Seite führt die Kälte aber auch zu einer Reduktion der Viskosität der Gelenksflüssigkeit, was zu einem erhöhten Reibungsschmerz führt. Hier kann der gezielt Einsatz von Wärme am betroffenen Gelenk Erleichterung verschaffen.

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Das sind die Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose

Je früher die Arthrose erkannt wird, desto besser kann man ihrem Fortschreiten entgegenwirken. Ziel ist es, dem Pferd einen möglichst schmerzfreien Bewegungsablauf zu ermöglichen, den Fortschritt der Gelenksdegeneration zu verlangsamen und den Knorpelaufbau zu fördern. Neben den tierärztlichen Akutmaßnahmen wie Schmerzmedikation und Entzündungshemmung, profitieren Pferde mit einer Arthrose insbesondere vom ernährungsmedizinischen Ansatz. Dieser kann dazu beitragen, die Gelenke nachhaltig und ganzheitlich zu unterstützen. Wirkstoffkomplexe, die durch die enthaltenen Knorpelgerüstsubstanzen wie Chondroitinsulfat, Glykosaminoglykane, Kollagene und Hyaluronsäure, z.B. aus der Grünlippmuschel, sowie durch die enthaltenen Mikronährstoffe, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffe, die Gelenkstrukturen in ihrer Funktion unterstützen und die Regeneration fördern arthral®. Vor allem bei einer beginnenden Arthrose können damit sehr gute Erfolge erzielt werden, aber auch in fortgeschritteneren Stadien, ist die Ergänzung sinnvoll.

Allgemeine Hinweise für den Umgang mit Arthrose beim Pferd

Neben einer bedarfsgerechten Grundfütterung und Grundmineralisierung, sowie der medizinischen und ernährungsmedizinischen Unterstützung, gibt es noch weitere Punkte, denen im Umgang mit Arthrose-Pferden Beachtung geschenkt werden sollten. So sollten bei betroffenen Pferden alle beeinflussbaren Faktoren einmal unter die Lupe genommen werden. Dazu zählen bspw. der Hufbeschlag, Übergewicht, zu wenig Bewegung, zu viel oder falsche Belastung, nicht ausreichendes Warm- oder Abreiten, die Haltungsform. Vor allem ein angepasstes, aber regelmäßiges Bewegungspensum ist von enormer Wichtigkeit, da die Nährstoffversorgung der Knorpelzellen bewegungsabhängig ist. Das Sprichwort sagt nicht umsonst „Wer rastet, der rostet“. Auch auf einen förderlichen Muskelaufbau sollte geachtet werden, um Fehlstellungen der Gelenke entgegenzuwirken. Die ergänzende Behandlung bei einem Osteopathen oder Physiotherapeuten kann ebenfalls Erleichterung verschaffen. Wichtig ist, dass ein Feingefühl für die Körpersignale, wie bspw. Schmerzäußerung, des Pferdes entwickelt und darauf stets eingegangen wird. Unter Beachtung der besonderen Bedürfnisse eines Arthrose-Pferdes, ist meist ein zufriedenes Pferdeleben weiterhin möglich.