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  • Mikronährstoff-Mangel beim Hund

    Rasse, Alter, Gewicht, Aktivität, Erkrankungen und Fütterung spielen eine große Rolle bei der Mikronährstoffversorgung. Nährstoff-Dysbalancen können jedoch mittels hoch dosierter Einzel- mikronährstoffe gezielt ausgeglichen werden.
     
    Zum Weiterlesen: Selenmangel beim Hund, Zinkmangel beim Hund, Kupfermangel beim Hund

  • Equines Cushing Syndrom (ECS)

    Das ECS ist die wichtigste endokrine Erkrankung bei älteren Pferden (› 15 Jahre) und wird immer häufiger diagnostiziert. Es wird angenommen, dass mittlerweile rund 50.000 Pferde in Deutschland betroffen sind.
     
    Zum Weiterlesen: Ratgeber ECS

  • Linus Pauling (1901-1994)

     

    „Die Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.“

Hochleistungsorgan Niere

Wie funktioniert die gesunde Niere und welche Aufgaben hat sie?

Die Nieren bilden den Urin als Transportmedium für die Ausscheidung von toxischen Substanzen und anderen Stoffwechselprodukten, die der Organismus nicht benötigt. Gleichzeitig regulieren die Nieren die so genannte "Homöostase" – also das Gleichgewicht aller Körperfunktionen. Weiterhin sind die Nieren zuständig für die Produktion und den Abbau einiger wichtiger Hormone. Die Aktivität der Nieren wird vom Herz-Kreislauf-System, der Neurohypophyse, der Nebennierenrinde und der Nebenschilddrüse beeinflusst.

Bei den Ausscheidungsvorgängen wird die die Zusammensetzung des Blutplasmas in enger physiologischer Norm gehalten.

 

Bild: MaraZe / Shutterstock.com

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Beispiel

Bei einem großen Hund fließen täglich 1.000-2.000 Liter Blut durch die Nieren, woraus 200-300 Liter Primärharn gefiltert werden (als Vergleich: bei einem Menschen beläuft sich die Primärharn-Menge auf 150 Liter). Durch Reabsorption wird diese Menge auf 1-2 Liter Harn pro Tag reduziert!

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Die Nieren: paarig angelegte Filterstation für das Blut. [Bild: Neokryuger / Shutterstock.com]

Wenn die Nieren streiken...

Die Funktionseinheiten der Nieren, die sogenannten Nephrone, bilden Urin in zwei Prozessabschnitten: Zunächst wird das Blut filtriert, dann das Filtrat in den unterschiedlichen Abschnitten der Nephrone modifiziert, wodurch der Urin gebildet wird.

Selbst wenn bis zu 65-70% der Nephronen geschädigt sind, können die Nieren bei Hunden noch normal arbeiten! Das heißt, wenn 1,5 Nieren nicht mehr arbeiten, kann die restliche ½ Niere alle Funktionen ausführen. Sie kann jedoch nicht die Konzentration regulieren. Deshalb hat der Urin annähernd die gleiche Konzentration wie Blutplasma.
Wenn 70-75% der Nephronen geschädigt sind, ist die Filtration beeinträchtigt. Harnpflichtige Substanzen (im wesentlichen Harnstoff und Kreatinin) können erhöht im Blutplasma gemessen werden. Dieser Zustand wird "Azotämie" genannt und der Verlust aller Nierenfunktionen droht.

Sobald die Nieren ihre Funktionen nicht mehr vollständig ausfüllen können, hat dies gravierende Konsequenzen auf den gesamten Stoffwechsel:

  • das Hormon Erythropoietin (EPO) wird nicht mehr ausreichend produziert, wodurch weniger rote Blutkörperchen gebildet werden können
  • die Regulierung des systemischen Blutdrucks ist beeinträchtigt
  • der Elektrolythaushalt ist nicht mehr im Gleichgewicht, was sich negativ auf die Herzfunktion auswirken kann
  • im fortgeschrittenen Stadium produzieren die Nieren zu wenig Calcitriol – ein Hormon, das für die Calciumversorgung des Körpers notwendig ist
Bild: Rita-Kochmarjova / Shutterstock.com

Unterstützung aus der Nutriologie

Generell gilt, dass eine adäquate Durchspülung von Nieren und harnableitenden Wegen die Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen fördert.

Infolge einer geschwächten Ausscheidungsfunktion treten Dysbalancen verschiedener Mikronähr- und anderer Vitalstoffe auf.

Eine gezielte Zuführung von Mikronährstoffen und anderen bioaktive Substanzen beeinflusst die Nierenfunktion und -zellregeneration positiv. Diese wirken auf die Regulation des Säure-Basen-Haushalts ein und fördern die Ausschwemmung von Ablagerungen in den harnableitenden Wegen.