Einwilligung zur Datenverarbeitung

Wir möchten Dienste von Drittanbietern nutzen, um den Shop und unsere Dienste zu verbessern und optimal zu gestalten (Komfortfunktionen, Shop-Optimierung). Weiter wollen wir unsere Produkte bewerben (Social Media / Marketing).
Dafür können Sie hier Ihre Einwilligung erteilen und jederzeit widerrufen. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

coronal horse Pulver nicht mehr im Sortiment, aber als Pellets weiterhin erhältlich.

+49 711 70707490

Zink beim Pferd

Zink

Zinkmangel beim Pferd ? Erkennen, Behandeln und Vorbeugen

Als Cofaktor einer Vielzahl an Enzymen, gilt Zink als eines der bedeutendsten Spurenelemente überhaupt. Fehlt es dem Pferd an ausreichender Versorgung mit Zink, können als Anzeichen z.B. Infektanfälligkeit, Allergien, schlechte Haut-, Fell- und Hufhornqualität oder auch Abmagerung und Schreckhaftigkeit auftreten.

Dafür benötigt das Pferd Zink

Zink ist ein notwendiger Bestandteil von mehr als 200 verschiedenen Enzymen im Pferdeorganismus. D.h. diese Enzyme funktionieren ohne Zink nicht richtig. Die betrifft zum Beispiel die Synthese körpereigener Proteine und die Zellteilung. Zur Verstoffwechselung von Fetten und Kohlenhydraten wird Zink ebenso benötigt, wie für die Funktion verschiedener Hormone (Wachstums- und Sexualhormone, Insulin), Neurotransmitter wie z.B. Adrenalin für die Erregungsleitung im Gehirn. Für die Sehkraft und alle anderen Sinnesfunktionen wird Zink ebenfalls benötigt.

Auch für das Immunsystem des Pferdes spielt Zink eine große Rolle. Insbesondere spielt Zink bei der Stärkung der Schleimhautimmunität eine große Rolle. Viele am Immunsystem beteiligte Faktoren sind Zink-abhängig. Als Bestandteil der Superoxid-Dismutase (ein Enzym, das an der Neutralisierung von Sauerstoffradikalen beteiligt ist) dient es zum antioxidativen Schutz der Zellen.

Zinkmangel beim Pferd: Ursachen und Mehrbedarf

Ursache eines Zinkmangels beim Pferd ist meist eine unzureichende Zinkversorgung über das Grundfutter. Auch eine natürliche oder pathologische Mehrbedarfssituation erhöhen den Zinkbedarf des Pferdes und können zu einem Mangelzustand führen, wird auf diesen Mehrbedarf nicht eingegangen.

Es wird zwischen physiologischen und pathologischen Mehrbedarfssituationen unterschieden:

Physiologischer Mehrbedarf an Zink beim Pferd

  • Wachstum und Alter
  • Trächtigkeit und Laktation
  • Hengste während des Deckeinsatzes
  • Stress (z.B. Stallwechsel, Transport)
  • Fellwechsel beim Pferd

Pathologischer Mehrbedarf an Zink beim Pferd

  • chronische Infektionen der Haut (z.B. Wundheilungsstörungen, Mauke)
  • allergische Hautreaktionen und generell Hauterkrankungen (Nesselsucht, Ekzem, Juckreiz)
  • Fruchtbarkeitsstörungen, Rosseprobleme
  • sekundär bei Lebererkrankungen und Darmdysbiosen
  • Störungen im Fellwechsel und schlechte Hufqualität

Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Mauke, sowie Probleme im Fellwechsel und Infektanfälligkeit können Symptome eines Zinkmangels beim Pferd sein

Es gibt zwar typische, aber dennoch unspezifische sichtbare Anzeichen eines Zinkmangels beim Pferd. Jungtiere reagieren mit Wachstumsverzögerungen, verringerter Futteraufnahme und geschwächtem Immunsystem. Am auffälligsten sind Symptome, die das Haut und Fell des Pferdes betreffen, da sie oft mit Juckreiz, schuppender Haut und weitreichenden Hautveränderungen einhergehen können. Parakeratotische Hautveränderungen (Störung der Keratinisierung), allergische Hauterkrankungen wie Urtikaria (Nesselsucht) oder Ekzeme, aber auch Mauke und schlechte Hufe beim Pferd sind typische Symptome, die einen Zinkmangel äußerlich sichtbar machen können und gleichzeitig einen Mehrbedarf an Zink darstellen. Veränderungen in der Fellqualität wie stumpfes, trockenes und schuppiges Fell beim Pferd können Ausdruck eines Zinkmangels und/oder einer Leberbelastung oder Darmdysbiose sein. Weiterhin können nervöse Zustände, wie z. B. „Gespenstersehen“ mit einem Zinkmangel beim Pferd in Verbindung gebracht werden. Auch bei Fruchtbarkeitsstörungen (z. B. stille Rosse bei der Stute oder schlechte Spermaqualität bei Hengsten) sollte immer ein Zinkmangel ausgeschlossen werden.

Von der Diagnose zur Behandlung eines Zinkmangels beim Pferd

Zur Bewertung der Zinkversorgung des Pferdes wird in erster Linie der Zink-Wert im Blut herangezogen. Zinkgehalte im Blut schwanken jedoch teilweise deutlich. In Abhängigkeit von verschiedenen endogenen und exogenen Faktoren, bleibt der Zinkspiegel bei einem Zinkmangel jedoch lange stabil. Deshalb kann es vorkommen, dass trotz unauffälligem Blutbefund das Tier Symptome aufweist, die mit einem Zinkmangel in Verbindung gebracht werden können. Folglich solle der Blutwert immer auch im Kontext des klinischen Bildes betrachtet werden. Auch Haaranalysen können zur Bestimmung des Zinkstatus ergänzend herangezogen werden.

Auch eine Analyse des Grundfutters auf dessen Zinkgehalt kann sinnvoll sein.

Ein Zinkdefizit im Grundfutter lässt sich durch ein Mineralfutter ausgleichen. Dadurch kann auch der Entstehung eines Zinkmangels vorgebeugt werden. Liegt ein Zinkmangel vor, oder bestehen Symptome eines Zinkmangels beim Pferd, sollte eine Zinksupplementierung durch ein höherdosiertes Zinkmonoprodukt erfolgen. Hier sollte neben einer adäquaten Tagesdosierung vor allem Wert auf die Zinkverbindung gelegt werden. Wie alle Spurenelemente kann auch Zink in verschiedenen Bindungsformen vorliegen. Entscheidend ist die Bioverfügbarkeit in den Zielorganen, die durch die Bindungsformen beeinflussbar ist. Spezifische organische Zinkkomplexe sorgen für eine optimale Bereitstellung im Stoffwechsel, vor allem in der Haut und Schleimhäuten. Außerdem können diese organischen Komplexe vom Organismus besser resorbiert werden, da die Bildung anderer, unlöslicher Komplexe (z.B. mit Phytinsäure) während der Verdauung weitestgehend verhindert wird.

Die Zinksupplementierung erfolgt bis zum Ausgleich des Mangels bzw. bis zur Normalisierung der Symptome. Anschließend sollte auf ein Mineralfutter mit hochwertiger Zinkverbindung geachtet werden. Bei anfälligen Pferden oder zur Zeit des Fellwechsel bietet sich auch eine präventive „Zinkkur“ an.